Informationspflicht gegenüber Patientinnen und Patienten

Patienteninformation

Hier können Sie sich die Patienteninformation
zur Meldung an das klinische Krebsregister herunterladen (DE) (PDF 287 KB).

Die Patienteninformation ist unter Downloads in mehreren Sprachen verfügbar.

Leistungserbringende mit direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten

Um sicherzustellen, dass die Patientinnen und Patienten ihre Rechte kennen, besteht eine Informationspflicht ihnen gegenüber. Informationspflichtig sind stets die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte mit dem ersten Meldeanlass zur „Diagnose einer Tumorerkrankung“. Diese informieren die Patientin / den Patienten über ihre Meldepflicht als Leistungserbringende, über den Zweck der Datenerhebung und die Nutzung der Daten, sowie über das Widerspruchs- und Auskunftsrecht als Patientin / als Patient.

Diese Information hat anhand eines vom klinischen Krebsregister bereitgestellten Informationsblattes zu erfolgen. Sie ist zu dokumentieren und der Patientin / dem Patienten auszuhändigen. Die Information darf nur unterbleiben, wenn und solange durch sie die Gefahr einer eintretenden erheblichen Gesundheitsverschlechterung besteht. Diese seltene Ausnahme trifft zu, wenn einer Patientin oder einem Patienten die Diagnose verschwiegen wird. Die Information muss unverzüglich nachgeholt werden, wenn die Aufklärung über die Krebserkrankung erfolgt. Die Gründe für ein Unterbleiben der Information sind zu dokumentieren.

Informationspflichtig sind auch alle weiteren Meldepflichtigen, sofern sie nicht nachweislich darüber informiert sind, dass die Information bereits erfolgt ist. Ein solcher Nachweis kann z. B. mittels eines entsprechenden Textbausteins in der Epikrise vorbehandelnder Ärztinnen und Ärzte erfolgen.

Zur Entlastung der Meldepflichtigen sowie ihrer Patientinnen und Patienten sollte diese Option regelhaft genutzt werden. Bei hinreichend begründetem Verdacht auf eine meldepflichtige Erkrankung (z. B. „Blickdiagnose“) dürfen Betroffene auch vor der histologischen Sicherung informiert werden. Dies kann z. B. für gynäkologische oder gastroenterologische Fachärztinnen und Fachärzte hilfreich sein, wenn nach der Entnahme von Material absehbar kein erneuter Kontakt mit den jeweiligen Patientinnen und Patienten erfolgen wird. Das Informationsgespräch sollte dabei dem Grad der diagnostischen Sicherheit gerecht werden.

Das Dokument, welches die Information der Patientin / des Patienten belegt (also das unterschriebene Informationsblatt oder eine Epikrise mit o. g. Textbaustein), verbleibt stets bei den Meldepflichtigen. An das KKRBB ist lediglich der Sachverhalt zu übermitteln, dass die Patientin / der Patient informiert wurde (per entsprechendem Eintrag auf dem Meldebogen, in der Meldemaske oder in der XML).

Leistungserbringende ohne direkten Kontakt zu Patientinnen und Patienten (in der Pathologie, Labormedizin u. ä.)​

Für Ärztinnen und Ärzte in der Pathologie, Labormedizin o. ä. gilt die allgemeine Meldepflicht. Es entfällt jedoch die Pflicht zur Information der betroffenen Patientinnen und Patienten. Ergänzend ist dafür in der Meldung an das KKRBB mitzuteilen, welche meldepflichtige Person oder Meldestelle (Name, Institution, Anschrift, Tel., Fax, Mailadresse der Praxis/Institution) die pathologische, labor-medizinische o. ä. Untersuchung veranlasst hat.

Weiter ist diese Person oder Meldestelle darüber zu informieren, dass an das KKRBB gemeldet wurde (z. B. mittels eines entsprechenden Textbausteins unter dem Befundtext). Dies soll sicherstellen, dass die Leistungserbringenden mit Kontakt zu Patientinnen und Patienten deren Information nachholen können und ihre eigenen Meldeanlässe erkennen.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an.

[cleverreach_signup]