Vom 18. bis 21. Februar fand der 37. Deutsche Krebskongress unter dem Motto „zusammen – gezielt – zukunftsfähig“ in Berlin statt. Vier Kongresstage, an denen 12.500 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen, Medizin und Selbsthilfegruppen gemeinsam über zukunftsweisende Krebsmedizin diskutierten.
Die über 300 Sitzungen über aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin und Fortschritte in der Präzisionsonkologie boten ein spannendes und vielschichtiges Programm. Die Versorgung von Krebspatient:innen war neben dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in Diagnostik und Therapie ein zentrales Thema. Viele der Sessions können online nach einmaliger Registrierung nachgeschaut werden.
Das KKRBB hat sich mit spannenden Posterbeiträgen am DKK beteiligt: Das Poster von Dr. Carolin Girschik, Dr. Maren Pflüger, Dr. Renate Kirschner-Schwabe und Dr. Nina Stoletzki zu „Age- and sex-specific epidemiology of lung cancer in Berlin and Brandenburg“ wurde von Dr. Carolin Girschik vorgestellt. Es zeigt die alters- und geschlechtsspezifische Häufigkeit von Lungenkrebs in den Bundesländern Brandenburg und Berlin.
Das Poster von Dr. Andreas Lehmann, Dr. Renate Kirschner-Schwabe und Dr. Constanze Schneider zu „Effects of travel distance on cancer diagnosis and treatment – a spatial analysis across the federal states of Brandenburg and Berlin, Germany using real world data“ – präsentiert von Andreas Lehman, stellt dar, wie die Entfernung zum nächsten Behandlungsort die Diagnostik und Behandlung von Krebspatienten in Berlin und Brandenburg beeinflusst. Hierbei werden real-world Daten verwendet, um deren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung aufzuzeigen. Beide Poster thematisieren wichtige Aspekte der Krebsversorgung und -forschung in Berlin und Brandenburg, von der epidemiologischen Analyse bis hin zu geographischen Faktoren, die den Zugang zu Behandlungen beeinflussen können.
Ein gemeinsames Poster entstand außerdem mit Dr. rer. nat. Anja Thronicke vom Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, die wir in unserer kommenden Qualitätskonferenz zum Lungenkarzinom als Vortragende begrüßen werden.
Dr. Constanze Schneider erstellte die bundesweiten Auswertungen zum Prostatakarzinom für den Deutschen Krebskongress 2026.
Am Freitag fand außerdem der Informations- und Vernetzungs-Workshop „TrustME – Data Trust Modelle für die Krebsforschung“ mit Dr. Renate Kirschner-Schwabe und einem Vortrag von Isil Dogan O zu Datenraum-übergreifender Mediation von Erkrankungsdaten statt.
Was die Tage besonders gemacht hat: der Austausch am gemeinsamen Stand der Krebsregister, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) und dem Deutschen Krebsregister e.V. (DKR). Danke an alle Kolleg:innen, die im Namen des KKRBB teilgenommen und aktiv mitgewirkt haben.
Der DKK ist der größte onkologischer Fachkongress im deutschsprachigen Raum und wird alle zwei Jahre von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Stiftung Deutsche Krebshilfe ausgerichtet. Der nächste DKK findet vom 23. bis 26. Februar 2028 in Berlin statt.